Sicherlich haben Sie schon bemerkt, das an unseren biologischen Lebensmitteln keinerlei Aussagen über einen gesundheitlichen Nutzen dieser angegeben ist. 

Dies ist auf die sogenannte Health Claims Verordnung zurück zuführen, die seit 2006 in Kraft getreten ist und durch Übergangsregelungen nun schrittweise umgesetzt wird. Die sich im deutschen nennende Gesundheitsbehauptungen Verordnung regelt unter anderem folgendes:

Dieser Text stammt von folgender Internetseite:

Bundesamt für Verbraucherschutz & Lebensmittelsicherheit

  • eine „Angabe“ jede Aussage oder Darstellung, die nach dem Gemeinschaftsrecht oder den nationalen Vorschriften nicht obligatorisch ist, einschließlich Darstellungen durch Bilder, grafische Elemente oder Symbole in jeder Form, und mit der erklärt, suggeriert oder auch nur mittelbar zum Ausdruck gebracht wird, dass ein Lebensmittel besondere Eigenschaften besitzt,
  • eine „gesundheitsbezogene Angabe“ jede Angabe, mit der erklärt, suggeriert oder auch nur mittelbar zum Ausdruck gebracht wird, dass ein Zusammenhang zwischen einer Lebensmittelkategorie, einem Lebensmittel oder einem seiner Bestandteile einerseits und der Gesundheit andererseits besteht,
  • eine „Angabe über die Reduzierung eines Krankheitsrisikos“ jede Angabe, mit der erklärt, suggeriert oder auch nur mittelbar zum Ausdruck gebracht wird, dass der Verzehr einer Lebensmittelkategorie, eines Lebensmittels oder eines Lebensmittelbestandteils einen Risikofaktor für die Entwicklung einer Krankheit beim Menschen deutlich senkt.

Für gesundheitsbezogene Angaben gilt gemäß Artikel 10 Abs. 1 der Verordnung das so genannte „Verbotsprinzip mit Erlaubnisvorbehalt“. Danach sind gesundheitsbezogene Angaben grundsätzlich verboten...

Was heißt das im Klartext:

Nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben in der Werbung und Kennzeichnung von Bio Lebensmitteln, einschließlich Nahrungsergänzungsmittel, sind nur noch zulässig, wenn sie durch diese "Health-Claims-Verordnung" ausdrücklich zugelassen sind und den Nährwertprofilen der EU einheitlich entsprechen.

Ist eine Angabe (z.B. Werbeaussage) nicht zugelassen, darf sie nicht verwendet werden.

Es gilt ein Verbotsprinzip: "Was nicht erlaubt ist, ist verboten." Dies ist für Deutschland eine radikal neue Situation.

Es gilt die sogenannte Wissenschaftlichkeit: Zulässig ist nur, was durch anerkannte wissenschaftliche Erkenntnisse nachgewiesen ist.

Nun bleibt also abzuwarten was am Ende wieder erlaubt sein wird und was für immer an Gesundheitsinformationen versanden wird.